Liebe Gemeindemitglieder,

seit beinah sieben Monaten feiern wir nun die Gottesdienste unter „Coronabedingungen“, und ich glaube sagen zur dürfen, dass sich jeder in unseren Gottesdiensten sicher und gut aufgehoben fühlen darf. In dieser Zeit haben wir auch eine besondere Form des Kommunionempfangs praktiziert: mit Tütchen auf einem Tisch vor dem Altar. Ich danke Ihnen allen sehr, dass Sie diese ungewöhnliche, aber doch würdige Form der Kommunionausteilung mitgetragen und mitpraktiziert haben!

 

Ab dem Vierten Advent werden wir nun wieder zur herkömmlichen Form der Kommunionausteilung zurückkehren – der Zelebrant oder Kommunionhelfer trägt hierzu Mundschutz und wird sich zuvor die Hände desinfizieren. Die Kommunionempfänger treten mit Abstand und ebenfalls mit Mundschutz hinzu. Zwischen Austeiler und Empfänger befindet sich eine Glasscheibe, durch deren Öffnung der Kommunikant seine Hand streckt, in die die Eucharistie hineingelegt wird. Zum Kommunizieren muss dann selbstverständlich kurz die Maske vom Mund genommen werden.

 

Ein Kommunionempfang durch Mundkommunion ist weiterhin nicht möglich.

 

Auch diese neue Form der Kommunionausteilung bietet ein Höchstmaß an Sicherheit, sodass alle Messteilnehmer ohne Bedenken zur Kommunion gehen können. Nachdem die Kommunionvorbereitung in unserer Gemeinde begonnen hat und wir langsam in dem einen oder anderen Fall die Schulmessen wieder aufnehmen, lässt sich der Kommunionempfang mittels Tütchen nicht mehr so einfach weiterführen. Unsere Kommunionkinder sollen in ihrer Vorbereitungszeit die reguläre Form des Kommunionempfangs kennenlernen und dort hineinwachsen. Auch in den Schulmessen wäre eine Verwendung der Tütchen nicht unbesehen möglich. Die anstehenden Weihnachtsmessen würden sich unnötigerweise verlängern, wenn dort das System des Kommunionempfangs mittels Tütchen neuerlich umständlich erklärt werden müsste.

 

Was mich besonders freut ist, dass durch die Kommunionausteilung hinter einer Glasscheibe auch wieder eine – wenn auch nur kurze – persönliche Begegnung in der Hl. Messe und auch ein eigener Segen für die Kinder möglich wird – gerade auch an den weihnachtlichen Tagen ein schönes Zeichen! Diese unterschiedlichen Überlegungen haben mich bewogen, diesen neuen Weg der Kommunionausteilung zu gehen.

 

Ich danke hierbei ganz besonders unserem Küster Andreas Oing, der die Glaswände für unsere Kirchen mit handwerklichem Geschick angefertigt hat. So dürfen wir uns nach wie vor bei der Mitfeier der Gottesdienste gut geschützt fühlen und auch ohne Sorge die Hl. Kommunion empfangen und gerade an den weihnachtlichen Tagen dies als besondere Stärkung erfahren! Ihnen weiterhin eine gesegnete und besinnliche Zeit!

 

Ihr Pastor Benedikt Zervosen